Die Chronik des SKR Rommelsbach
1897-1900

Gründerzeit
Es war im Juli 1897. Eine kleine Schar junger Männer fand sich zusammen um offiziell einen „Gesangsverein“ zu gründen. Im Dezember des Gründungsjahres war der Verein auf 35 aktive Mitglieder angewachsen. Um sich auch in der Öffentlichkeit als Verein darstellen zu können, wurde im Jahre 1904 beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Die Fahnenweihe fand am 5.Juni 1904 im Rahmen eines Festgottesdienstes statt. Nachmittags wurde die Fahne in einem Festzug mitgeführt, an dem 11 Vereine aus der näheren Umgebung mitmachten. Zum Abschluss des Festtages gab es einen großen Ball. Auch einen neuen Namen hat sich der Verein bei diesem Anlass gegeben. Aus dem schlichten „Gesangverein“ wurde nun der „Sängerkranz Rommelsbach“. Der Verein zählte inzwischen 45 Mitglieder. Für den damals kleinen Ort war dies eine beachtliche Leistung.


1900-1910

Nach der Jahrhundertwende
Bedingt durch die Versetzung der Lehrer, welche den Chor musikalisch leiteten, gab es im Amt des Chorleiters einen regen Wechsel. Unter der Leitung von Herrn Holzbauer aus Reutlingen war der Chor bis zum Jahre 1910 musikalisch in guter Hand. Die Vorstände wechselten sich alle 2 bis 3 Jahre im Amt ab.


1910-1920

Neuer Chorleiter und erster Weltkrieg
Der Oberlehrer und späterer Schulvorstand Zimmermann führte von 1910 bis 1920 den Dirigentenstab. Unter den Kriegswirren und deren Folgen litt das Vereinsleben sehr. Ja, das Vereinsleben kam sogar zum Stillstand. In der Vereinschronik des Jahres 1919 wurde festgehalten: „wir warten auf bessere Zeiten“.


1920-1930

Die 20er Jahre
Am 20.November 1920 wurde eine Versammlung einberufen und dabei beschlossen, mit den Mitgliedern des Turnvereins den Singstundenbetrieb wieder aufzunehmen. Die musikalische Leitung hatte damals Hauptlehrer Lindenberger. Als Vorstand wurde Christian Weckner das Vertrauen ausgesprochen. Die Nachkriegszeit war verbunden mit großer Arbeitslosigkeit. Darunter hatte auch der Sängerkranz sehr zu leiden. Im Jahre 1922 übernahm Christian Herrmann die Vereinsleitung als Vorstand. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse wurde das 25jährige Vereinsjubiläum am 14.Mai 1922 im engsten Kreis der Vereinsfamilie im Gasthaus „Germania“ gefeiert. 1923 stellte sich der Vereinsvorstand wegen Arbeitsüberlastung nicht mehr zur Verfügung. Theodor Schäfer sen., war bereit, als Vorstand einzuspringen.

Der Verein erholte sich erfreulicherweise nach und nach von den Wirren der Zeit. Man kann sogar sagen, dass es in der zweiten Hälfte der 20er Jahre zu einer Blütezeit kam. Gesangliche Schulung und kameradschaftlicher Zusammenhalt waren die Verdienste des Vereinsgespannes Lindenberger und Schäfer. Bei den Kritik- und Wertungssingen in Esslingen, Bad Cannstatt und Eningen konnten die Rommelsbacher beachtliche Beurteilungen nach Hause bringen. 1927 wurde unter Federführung des Sängerkranzes ein Kinderfest veranstaltet. Kirchliche Konzerte fanden bei der Bevölkerung stets eine große Resonanz.


1930-1940

Die 30er Jahre und der 2.Weltkrieg
1930 bestand der Verein aus 109 Mitgliedern; dazu kamen 35 Frauen als Mitglieder. Das erste größere Fest seit dem Bestehen des Vereins wurde im Jahre 1931 als vierunddreißigstes Stiftungsfest gefeiert. Auf dem Festplatz wurde dazu ein Zelt aufgestellt. Die gesanglichen Darbietungen der Rommelsbacher Sänger standen zu dieser Zeit auf einem beachtlichen Niveau. Aus der Nachbarschaft von Rommelsbach besuchten und unterstützen zahlreiche Vereine das Fest. Doch wie im Leben, so folgten auch für den Verein nach Höhepunkten immer wieder Tiefen. Zunehmende Arbeitslosigkeit und vor allem politische Veränderungen ließen auch den Sängerkarnz Rommelbsch nicht unberührt.

Im Jahre 1933 war es dann soweit: Der Verein musste auf Grund politischer Verfügung aufgelöst werden. Das Vereinsvermögen wurde beschlagnahmt. In der Folgezeit wurde mehrmals ergebnislos versucht, den Verein wieder aufleben zu lassen. Die alte Vereinsführung wurde nicht mehr zugelassen. Es musste nach neuen Führungskräften gesucht werden. Schließlich erklärte sich der frühere zweite Vorstand Wilhelm Schmid bereit, sich zum ersten Vorstand wählen zu lassen. Für die musikalische Leitung konnte der Rommelsbacher Lehrer Walter Beck gewonnen werden.

Alles ging wieder gut. 1936 erhielt der Verein beim Gauliederfest in Tübingen eine sehr gute Beurteilung. Die politischen Einflüsse schwächten jedoch den Verein immer mehr. Die aktiven Sänger wurden weniger. 1938 war Wilhelm Schmid nicht mehr bereit, als 1.Vorstand den Verein zu führen. Es war schwierig einen Nachfolger zu finden. Schließlich erklärte sich der damals junge Sänger Adolf Fleck in dankenswerter Weise bereit, das Amt zu übernehmen und das Auseinanderfallen des Vereins zu verhindern. Daraufhin ging es im Verein zunächst wieder ganz gut. Doch 1939 brach der unselige zweite Weltkrieg aus. Zahlreiche Sänger wurden zur Wehrmacht einberufen. Chorleiter Walter Beck war auch dabei. Der Verein war also ohne Chorleiter.


1940-1950

Die 40er Jahre und das Kriegsende
Der Vorstand konnte schließlich Lehrer Kill als Dirigenten gewinnen. Damit konnten die Singstunden bis zum Jahre 1943 einigermaßen über die Runden gebracht werden. Inzwischen tobte der Krieg an allen Fronten. Immer mehr Sänger mussten zur Wehrmacht und in den Krieg. Das Singen musste schließlich eingestellt werden. Der Verein pflegte während dieser Zeit die Kameradschaft zu den Sängern an den Fronten mit Spenden und Grüßen aus der Heimat.

1945 war der Krieg zu Ende. Er hat unendliches Leid und viel gebracht. Unter den Sängerkameraden hat er Lücken gerissen. Ende 1946 fanden sich dann alte Sänger, aber auch junge Männer aus dem Ort zusammen, um den Chorgesang wieder aufzunehmen. Theodor Schäfer sen. wurde zum ersten Vorstand gewählt. Hauptlehrer Barth aus Oferdingen übernahm die musikalische Leitung. Mit der Zeit wurde es ihm jedoch zuviel, die Chöre in Oferdingen und Rommelsbach zu leiten. Er brachte den Wunsch zum Ausdruck, nach einem Ersatz zu suchen. Dem damaligen zweiten Vorstand Adolf Fleck ist es zu verdanken, dass Willi Schuler aus Reutlingen gewonnen werden konnte. Mit dieser Wahl hatte der Verein eine äußerst glückliche Lösung gefunden. Willi Schuler verstand es, mit immer neuen Ideen sowie einer ausgewogenen Führung die Sänger zu begeistern. Mit dem Sängerkranz ging es rasch wieder aufwärts. Die Zahl der Sänger wuchs erfreulich an. Im Frühjahr 1949 übernahm Adolf Fleck die Vorstandschaft. Unter seiner Regie wurde das erste Kinderfest nach dem Krieg veranstaltet. Es fanden auch wieder regelmäßig Konzerte statt. Sehr bald wurde vielerorts erkannt, dass ein Verein in einer größeren Gemeinschaft- vor allem in der Öffentlichkeit über die Ortsgrenzen hinaus und bei Festveranstaltungen- sich leistungsfähiger darstellen kann. Eugen Renz, Vorstand des Gesangvereins Wannweil, ergriff die Initiative und lud Ende 1949 die Vorstände von Altenburg, Degerschlacht, Kirchentellinsfurt, Kusterdingen, Rommelsbach und Sickenhausen ein, um die Gründung einer Chorgemeinschaft, bei welcher sich die Vereine gegenseitig unterstützen, zu besprechen. Da sieben Vereine anwesend waren, wurde der Chorgemeinschaft der Name „Die Sieben Schwaben“ gegeben. Delegiert aus Rommelsbach waren bei der Gründung: Als Vorstand Adolf Fleck, zweiter Vorstand Alfred Haussmann, Kassier Wilhelm Wandel und das Vereinsmitglied Robert Vogel.


1950-1960

Die 50er Jahre
Der Sängerkranz war bisher noch eigenes Klavier. Schließlich hatten mehrere Eingaben an die Gemeindeverwaltung Erfolg, und damit bekam der Verein sein 1933 enteignetes Instrument wieder zurück. In den folgenden Jahren wuchs der Sängerkranz unter Chorleiter Willi Schuler und Vorstand Adolf Fleck zu einer echten Sängerkameradschaft zusammen. Beim Gauliederfest in Urach erhielten die Rommelsbacher beim Wertungssingen die höchste Note nämlich, „sehr gut“. Die Sänger beschlossen, das im Jahr 1947 fällig gewesene 50jährige Jubiläum nachzuholen. Es wurde im Juli 1952 in zwei großen Festzelten mit zwei Tribünen gefeiert. Zwanzig Gastvereine waren zu Chorvorträgen gekommen. Das verspätete Jubiläumsfest wurde zu einem großen Erfolg für den Sängerkranz. Premiere an diesem Fest hatte auch der Sängerkranz mit seinem eigenen Wahlspruch:

„Sind wir nach der Arbeit müde,
bleibt noch Kraft zu einem Liede.
Das war der Wahlspruch unserer Alten,
die Jugend wird es also halten!“


Bundeschormeister Prof. Hugo Hermann hatte den Wahlspruch für den Sängerkranz eigens vertont. Noch im gleichen Jahr beteiligten sich die Sänger beim Schwäbischen Chorliederfest in Aalen. In der Stufe gehobener Chorgesang erhielten sie mit dem Lied „Hände“ von Ernst Lendvay die Wertungsnote „sehr gut“. In den folgenden Jahren veranstaltete der Verein zahlreiche Konzerte und Vereinausflüge. Herausragend war die Teilnahme beim achten Gauliederfest des Uhlandgaues in Reutlingen im Juli 1953. Sechzig Sänger aus Rommelsbach waren dabei. In der Kritik kam zum Ausdruck: „es war eine der allerbesten Leistungen des Nachmittags“. 1956 fand in Stuttgart das Bundessängerfest statt und die Rommelsbacher Sänger waren natürlich auch mit dabei. 1957 wurde das 60jährige Stiftungsfest zusammen mit dem Sommerfest der Chorgemeinschaft „Sieben Schwaben“ gefeiert. Hundert Rommelsbacher Sänger und eingeladene sangesbegeisterte Frauen erfreuten die Festbesucher. 1958 war der Verein beim Rundfunk zu Gast. Die Aufnahmen waren dann in der Stunde des Chorgesangs zu hören. Für die Sänger wir für die Einwohnerschaft war dies ein ganz besonderer Höhepunkt.


1960-1970

Die 60er Jahre
Bei den immer beliebter werdenden Veranstaltungen des Sängerkranzes stellte sich das Fehlen eines geeigneten Festsaales zunehmend als Hemmnis heraus. Um so erfreulicher war für die Sänger, dass sich die Gemeinde entschloss, eine neue Turn- und Festhalle zu bauen. Dabei nahm man die Chance wahr, für die Sänger einen Probenraum zu schaffen. Da die Gemeinde Interesse am Vereinsklavier hatte, kaufte der Sängerkranz zur Einweihung der Halle einen Bechstein-Flügel. Spenden der Sänger, Mitglieder und Freunde des Vereines ermöglichten die Anschaffung. So konnte das erste Konzert 1961 in der neuen, vollbesetzten Festhalle mit dem neuen Flügel stattfinden. Das Konzert wurde zum großen Erfolg. 1962 besuchte der Verein das Deutsche Bundessängerfest in Essen. Vom Uhlandgau mit seinen 130 Vereinen war der Sängerkranz der einzige Chor, der auf Grund seiner Teilnehmerzahl in der Lage war, als Einzelverein mit Chorvorträgen aufzutreten.

Singen verbindet, sogar über Ländergrenzen und Ozeane hinweg. So wrude beim Bundessängerfest Freundschaft mit einem Chor aus Argentinien geschlossen. Auch noch nach Jahren wurden Grüße ausgetauscht. Beim Bundessängerfest 1968 in Stuttgart traf man sich wieder mit den Sängern, und sie waren damals sogar für einen Tag in Rommelsbach zu Gast.

In den 60er Jahren überzeugte der Verein in zahlreichen Konzerten, Feste und Vereinsfeiern die Zuhörer durch seine guten Vereinsarbeit und hohen kulturellen Niveau. 1966 wurde, wie immer, fleißig geübt und gelernt. Der Uhlandgau veranstaltete sein zehntes Liederfest in Urach mit Kritiksingen. Unserem Chor wurde dabei ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Im gleichen Jahr richtete der Sängerkranz das „Sieben-Schwaben“-Sommerfest aus. Der langjährige Dirigent Willi Schuler erkrankte. Zum Glück konnte der Verein auf seinen Vize-Chorleiter Walter Beck zurückgreifen. Für Walter Beck war es eine besondere Herausforderung und er meisterte diese Bewährungsprobe vorzüglich. Weitere Konzerte und Veranstaltungen wechselten sich ab. Chorleiter Willi Schuler konnte seine Aufgaben wieder wahrnehmen. 1968 löste Alfred Haussmann den langjährigen Vorstand Adolf Fleck ab.


1970-1980

70er Jahre und die Gründung eines Kinderchores
Mit dem Wechsel in das siebte Jahrzehnt musste Willi Schuler die Chorleitung abgeben. Sein schlechter Gesundheitszustand forderte von ihm und den Sängern diesen bedauerlichen Tribut. Der Verein hat ihm unendlich viel zu sanken. Mit seiner Ernennung zum Ehrenchorleiter würdigten die Sänger seine Verdienste. Die Nachfolge übernahm nun Walter Beck. Die Sänger hielten von Anfang an treu zu ihm und so konnte im Herbst 1970 unter seiner Leitung ein Kirchenkonzert durchgeführt werden. Im Frühjahr 1971 stand der Sängerkranz vor einem Problem. Er hatte sich beim Gauliederfest in Mössingen zum Kritiksingen angemeldet. Chorleiter Walter Beck musste zu einer Operation ins Krankenhaus. Der Sänger Hermann Fleck, der kurz zuvor die Chorleiterprüfung abgelegt hatte, konnte zum Glück für Walter Beck einspringen. Das Kritiksingen brachte der Sängerkranz unter der Leitung des wieder gesundeten Chorleiters Walter Beck dann zum guten Abschluß. Bei der Vereinsweihnachtsfeier 1970 wirkten erstmals Kinder mit. Dies war dann auch der Anlaß, einen Kinderchor im Verein fest zu etablieren, nicht zuletzt auch in der Absicht, später daraus Nachwuchs zu gewinnen. Walter Beck war erfreulicherweise bereit, den fünfzig Jungen und Mädchen umfassenden Chor zu leiten. 1972 übernahm der 2.Vorstand Hermann Fleck die Chorleitung im Kinderchor. Im gleichen Jahr wurde dem erkrankten Ehrenchorleiter Willi Schuler zu seinem 65.Geburtstag ein Geburtstagsständchen gebracht. Das 75jährige Jubiläum wurde 1972 gebührend gefeiert. Ein Festgottesdienst mit Totenehrung gab den Auftakt. 26 Gastvereine bereicherten mit Chorvorträgen das Fest. Natürlich durfte auch ein Festzug durch Rommelsbach nicht fehlen.

Im Jahr 1973 wirkte der Sängerkranz bei zwei Baumaßnahmen mit:
Im März wurde die umgebaute Kirche eingeweiht und im Juli die neue Aussegnungshalle fertiggestellt. Im Juli 1974 feierte die Freiwillige Feuerwehr Rommelsbach das 100jährige Jubiläum. Der Sängerkranz war, wie immer, mit Gesang und tatkräftiger Mitarbeit dabei. Das Fest fiel auf den Tag genau zusammen mit der Vereinigung der seither selbständigen Gemeinde Rommelsbach mit der Stadt Reutlingen. Dann kam nach längerer Pause wieder ein Auftritt im Rundfunk. Chorleiter Walter Beck hatte die Lieder sehr gut vorbereitet. Die Radioleite konnten fast alle unsere Chöre auf Anhieb aufs Band nehmen. Im Ort hatten wir den Sendetermin bekannt gemacht und so war wohl am 24.August in fast jedem Haus in Rommelsbach zur Stunde der Chormusik das Radio eingeschaltet. Im November 1975 wurde die neue Turnhalle am Reisweg eingeweiht. Unser Verein war bei der Gestaltung des Einweihungsprogrammes mit von der Partie. Das 17.Chorfest des Deutschen Sängerbundes in Berlin war das herausragende Ereignis für die Sänger in diesem Jahr. Mit dem Flugzeug flogen wir zum Fest. Überall, wo sich die Gelegenheit bot, auf Straßen und Plätzen in Berlin hatten wir bei unserem Singen dankbare und beifallsfreudige Zuhörer. Es waren wunderschöne Tage in Berlin. Unser Ehrenchorleiter Willi Schuler feierte 1977 seinen 70.Geburtstag. Er freute sich über unser Ständchen. Bei dem Gauchorfest des Uhlandgaues 1977 in Tübingen hatten wir uns und unseren Kinderchor zum Kritiksingen angemeldet. Alles klappte bestens und beide Chöre erhielten eine sehr gute Kritik. Am 14.Janur 1978 löste Gerhard Eberle den seitherigen Vorstand Alfred Haussmann ab. Jakob Futter wurde sein Stellvertreter.


1980-1990

80er Jahre und die Gründung eines Jugendchores
Nach sehr anstrengenden Zeiten für die Sänger in den 70er Jahren wurde der Einstieg in die 80er Jahre etwas ruhiger angegangen. Auftritte bei den Reutlinger Chortagen mit dem 60jährigen Jubiläum des Uhlandgaues im Jahre 1980 und das 10jährige Jubläum unseres Kinderchors waren herausragende Veranstaltungen. In großer kameradschaftlicher Leistung baute der Verein unter der Regie des Sänger Jakob Futter ein eigenes Festzelt. Mit einem Fest wurde dieses Zelt am 22.Mai 1982 eingeweiht. Im Jahre 1983 war das Deutsche Sängerfest in Hamburg. Der Sängerkranz Rommelsbach war bei den Sängern der „Amicitia“ in einem Vorort von Hamburg untergebracht. Es kam eine echte Freundschaft und Kameradschaft mit den „Amicitianern“ zustande. Fritz Wagner wurde im Dezember 1983 neuer Jugendchorleiter. Er löste Hermann Fleck ab, der den Jugendchor seit 1972 betreute. 1984 besuchten uns die Sänger der Amicitia aus Hamburg. Es gefiehl ihnen bei uns sehr gut. 1987 wurde das Uhlandgaukonzert in Münsingen abgehalten. Unser Männer- und der Kinderchor erhielten beim Kritiksingen sehr gute Noten. 90 Jahre alt wurde der Sängerkranz im Jahre 1987. Zusammen mit dem „Sieben Schwaben“ – Sommerfest und mit dem Gaujugendchortreffen wurde ein großes Fest gefeiert. Im gleichen Jahr gründeten 20 Mädchen einen Jugendchor. Die musikalische Leitung übernahm Kinderchorleiter Fritz Wagner als zusätzliche Aufgabe. 1989 feierten Sänger das Jubiläumskonzert. Walter Beck hat in diesen zwei Jahrzehnten den Männerchor geprägt, zu einem hohen Leistungsstand geführt und kameradschaftlich zusammengeschweißt.


1990-2000

90er Jahre und 100jähriges Jubiläum
Bei der Generalversammlung im Januar 1990 wurde unser langjähriger Sänger Alfred Haussmann zum Ehrenvorstand ernannt. Er hat den Verein als Vorstand kameradschaftlich zusammengehalten und entscheidenden Einfluß genommen.

Im Juli 1990 veranstaltete die Stadt Reutlingen, zusammen mit dem Nordraumgemeinden, die 900-Jahr-Feier. Beim großen historischen Festzug durch Rommelsbach waren Tausende von Zuschauern aus der Nachbarschaft dabei. Der Sängerkranz Rommelsbach war im Festzug mit einer vielbeachteten Keltengruppe vertreten. Jakob Futter hatte die Idee zu dieser Gruppe. Handwerklich begabte Sänger bauten mit viel Fleiß einen historischen Keltenwagen, stilecht mit Ausrüstung.

Am 21.April 1991 feierte der Kinderchor das 20jährige Bestehen. Ein eindrucksvolles Konzert prägte dieses Jubiläum.

Eine in seiner bisherigen Geschichte einmalige Wertung erhielt der Männerchor im Jahre 1991 beim vierten Chorwettbewerb in Esslingen erhielt unser Chor das Prädikat „Konzertchor im Schwäbischen Sängerbund“. In dieser hohen Auszeichnung kommt zum Ausdruck, auf welch hohes Niveau Chorleiter Walter Beck seinen Chor gebracht hat. Der Titel darf sechs Jahre geführt werden.

Der Jugendchor der Mädchen hatte seit seiner Gründung verschiedene in der Öffentlichkeit beachtete Auftritte. 1992 wurde er unbenannt in „Junger Chor“.

Im Mai war das Bundessängerfest in Köln. Wir hatten Gelegenheit, eine Vielzahl von interessanten Veranstaltungen zu besuchen. Die Schlußveranstaltung war wie immer ergreifend schön.

1993 gab Fritz Wagner seinen Jugendchorleitertätigkeit an Frau Edelgard Erdmann ab. Beim Jungen Chor wurde das Singen leider bis auf weiteres eingestellt.

Im Dezember 1993 konnte Vorstand Gerhard Eberle den Reinerlös von 5500DM aus zwei Benefizkonzerten zugunsten des neuen Gemeindehauses an Pfarrer Mayer-Traulsen überreichen.

1994 waren hohe Ehrungen und ein Jubiläumskonzert fällig. Unser Chorleiter Walter Beck führte 25 Jahre Regie im Sängerkranz. Unter seiner Führung hat der Sängerkranz hohes Ansehen im weiten Umkreis erlangt. Eine herausragende Leistung vollbrachte der Kinderchor unter der Leitung von Frau Edelgard Erdmann im April 1995. In fast an die Grenz der Belastbarkeit gehender Probenarbeit wurde das zeitkritische Musicakl „Knasterbax und Siebenschütz“ einstudiert. Der Erfolg hat die Mühen gelohnt, er war großartig.

Im Jahr 1995 feierte der Uhlandgau sein 75jähriges Jubiläum. Zum Konzertabend in der Reutlinger Listhalle hatte sich der Sängerkranz für eine moderne gesellschaftliche Chormusik entschieden. Vor sachkundigem Publikum erhielt der Sängerkranz großen Beifall.

1997 wurde der Sängerkranz hundert Jahre alt.


2000-2010

Das neue Jahrtausend
Bei der Generalversammlung 2000 wurde Peter Gagg zum 1. Vorstand gewählt; er löst Gerhard Eberle ab. Das Wertungssingen im Oktober in Esslingen schloss der SKR mit dem Titel "Preisträger Leistungskathegorie 2" ab.

Im März 2001 wurden die Jubilare anl. der 1. Matinee geehrt. Im Mai fand ein Konzert anl. des Jubiläums 30 Jahre Kinderchor statt. Im November veranstaltete der SKR ein Konzert unter Mitwirkung aller Chöre und einer Bigband aus Schlaitdorf.

Der Ludwig-Uhland-Gau führte im März 2002 seinen Gautag in Rommelsbach durch. Der Familienausflug führte uns in diesem Jahr nach Lörrach.

Im Juni 2003 besuchten wir das Chorfest in Berlin. Aus dem bisherigen Sängerfest wurde im September der 1. Rommelsbacher Herbst.

Im Juni 2004 fanden für unseren scheidenden Chorleiter Walter Beck zwei Abschiedskonzerte statt. Im Oktober waren unsere Sangesfreunde aus Hamburg zu Gast in Rommelsbach. Einige unserer Kinder haben im Gesamtchor zum 65. Geburtstag unseres Ministerpräsidenten Eugen Teufel gesungen.

Anlässlich der Gauchortage 2005 in Tübingen sang unser Kinderchor in der Müller Galerie. Der Kinderchor führte das Musical "Casting" auf. Der Männerchor nahm am Chorwettbewerb in Esslingen teil und erreichte wieder eine gute Beurteilung.

Im Juni 2006 waren wir bei unseren Freunden in Hamburg zu Besuch. Axel Göller wurde unser neuer Chorleiter.

Das 110-jährige Jubiläum des SKR wurde im März 2007 gefeiert. Das Konzert fand unter Mitwirkung des Kinderchors und einer Begleitcombo statt. Die komplette Renovierung des Farrenstalls ist abgeschlossen.

Im Mai 2008 sang der Männerchor zur Eröffnung der Bundesbeiratssitzung des Schwäbischen Sängerbundes. Im Juni waren die Hamburger Freunde für 3 Tage zu Gast in Rommelsbach; wir feierten 25 Jahre Sängerfreundschaft mit dem Verein Amititia aus Curslak.

Der Familienausflug 2009 führte uns nach Dresden. Vor dem Chorfestival in Heilbronn waren die Kinder 3 Tage im Kinderchorcamp. Im Herbst gab es ein Musical des Jungen Chores.

Im Juli 2010 feiert der Kinderchor sein 40-jähriges Bestehen. Ebenfalls im Juli gibt der Sängerkranz sein Konzert "Schwungvoll durch die Jahrhunderte".